

Den Golfo de Penas, also den Golf der Strafen, haben wir ohne Strafe hinter uns gebracht – ein big point geschafft!
Wir gingen früher als ursprünglich geplant, nämlich schon um 18 Uhr, Anker auf. Zuerst mit viel Wind aus dem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Kanal. Von 30 sackte er aber bald auf ganz wenige Knoten zusammen, so dass für ein paar Meilen der Motor ran musste. Dann kamen wir aber aus der Abdeckung der Berge heraus und es folgten über 100sm rasantes Segeln. Natürlich hat es etwas geschüttelt mit der ca. 3 Meter hohen Dünung und der Windwelle. Aber das war verkraftbar. Sogar der Strom war die ganze Zeit mit uns. Der Wind liess dann aber für das Schlussdrittel stärker als prognostiziert nach. So schob uns der Motor in die sehr ruhige Caleta Cañaveral. Nach gut 26 Stunden, in denen wir kaum geschlafen hatten, fiel der Anker in der letzten Abendsonne und die Gläser wurden auf die erfolgreiche Überfahrt gehoben. Der Schlaf war tief und fest.
Bei wolkenlosem Himmel begrüssten uns heute vier Pinguine. Etwas später als sonst kam das Frühstück auf den Tisch. Dann folgte ein kurzer Gump in die Bucht, die gestern eigentlich unser Ziel gewesen wäre. Ankunft wäre aber im Dunkeln gewesen und wir hatten genug.
Hier in der Caleta Millabu liegen bereits zwei von Norden kommende französische Yachten. Nun sind wir drei. Fast ein Gedränge für patagonische Verhältnisse.
Nach dem Mittagessen vom Grill schöne Wanderung durch einen Märchenwald hoch zur untersten Stufe eines mehrstufigen Wasserfalls mit herrlichem Blick über das Gedränge unten.




