Caleta Diablo – teuflische Wanderung

Auf dem Weg zur Caleta Diablo galt es als Erstes, die Carreras del Diablo, also die Teufelsstromschnellen, zu meistern. Wir kamen kurz nach Niedrigwasser an. Das glauben wir zumindest, denn die verfügbaren Tidenstationen liegen in ein paar Meilen Entfernung. Genau wüssten wir das nur, wenn wir vor den durch die Gezeiten verursachten Stromschnellen warten und den Fluss beobachten würden. Gemäss der verfügbaren Literatur gibt es keine ‚Slack‘-Phase, während der das Wasser kaum Strom hat, sondern ändert die Richtung stark innerhalb von Minuten! Als wir in der Carrera waren, zog uns ein Strom von über 4 Knoten mit sich! Ging alles gut, trotz Niedrigwasser (und zudem noch Nippzeit, also Neumond). Was da rund uns Schiff so passiert ist jeweils schon interessant und zumindest Respekt einflössend. 

Am Ziel, in der Caleta Diablo, empfing uns neben den fast schon üblichen Willkommensdelphinen auch die Sonne. Also nach dem Mittagessen draussen gleich los, um den nahen Hügel zu erklimmen. Von diesem aus bot sich denn auch ein schöner Überblick über ‚unsere‘ Bucht. 

Die Skipperin entschied sich dann für einen anderen Rückweg als den Hinweg. Das hat dann zu einer für Patagonien typischen Wanderung geführt und erklärt auch, wieso wir immer in robuster Segelkleidung und (fast) immer in Stiefeln und idealerweise mit Handschuhen (und Machete) auf die Ausflüge gehen. Wer einmal vom sicheren Sofa aus mitwandern will, klickt hier:

Bild von Klaus Tischhauser
Klaus Tischhauser

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