
Von dort kehrten wir mit einem Uber in die Stadt zurück, um die tags zuvor abgelieferte Bettwäsche aus der Wäscherei zu holen. Beim vorherrschenden Klima ist das Trocknen von so grossen Wäschestücken im Boot etwas ungemütlich.

Dann noch vorbei am Balmaceda-Gletscher,

um im hintersten Winkel gut geschützt und mit Blick auf die Spitzen des Cerro Balmaceda vor Anker zu gehen.

Nach dem Mittagessen draussen (!) stand die ‚Expedition‘ zum Lago Azul auf dem Programm. Der Fluss, der dahin führt solle mindestens 1.5 Meter tief sein, wäre also sogar mit der Iraila zu schaffen. Wir blieben aber sogar mit dem Dinghy stecken, so dass wir es ans Ufer legten und uns zu Fuss auf den Weg – den es aber als solchen natürlich nicht gab – zum Lago Azul. Anfänglich dem schmalen, trockenen Uferbereich entlang, dann im dichten Gestrüpp.

Wir gaben schliesslich auf. Auf den Weg raus mit dem Dinghy stach uns aber doch der Hafer und wir versuchten nochmals den Wasserweg hoch. Diesmal klappte das dank permanenter Grundbeobachtung durch die Co-Skipperin, so dass wir schliesslich den Lago Azul erreichten. Dort baute der stärker wehende Wind bereits eine – für das Dinghy – ordentliche Welle auf, so dass unser Wunsch, um die nächste Ecke blickend eine Blick auf einen Gletscher erheischen zu können, nass erkauft werden musste. Und nur um festzustellen, dass es da gar nichts zu sehen gab. Nun denn, schön und abenteuerlich war es trotzdem. Auf dem Rückweg konnten wir uns immerhin den Fluss hinunter treiben lassen.

Aber wir sahen den Wasserfall und schliesslich auch den Zufluss. Weiter ging es zum Serrano-Gletscher, einem schönen Exemplar eines Hängegletschers.

Am frühen Nachmittag bei Windstille nahmen wir den Rückweg in Angriff und rechneten eigentlich mit einigen Motorstunden. Kaum im Fjord setzte aber wieder Wind von achtern ein und schob uns stundenlang voran bis zurück nach Puerto Natales.




