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Las Palmas de Gran Canaria – und etwas Technik

Die Überfahrt von der Südspitze Fuerteventuras nach Las Palmas auf Gran Canaria verlief sehr gut. Moderater Amwind-Kurs, gnädige Welle und genug aber nicht viel Wind und dazu viel Sonnenschein. Wir sind wieder einmal hier. Zwei Besonderheiten: trotz des externen Memories in Form dieses Logbuches und vielen Hinweisen durch die Skipperin erinnert sich der Skipper an rein gar nichts mehr von der Stadt. Neben dem Erinnerungsverlust hat die Crew noch einen anderen Verlust zu verzeichnen. Ein nicht essenzieller Gegenstand ist plötzlich verschwunden und trotz mehrfachen Umdrehens des gesamten Schiffes einfach nicht mehr auffindbar. Zum Verrücktwerden! Zum  Glück handelt es sich ‚nur‘ um einen liebgewonnenen Untersetzer. Na, das sind Sorgen!

Drum jetzt noch was Konkretes, aber wahrscheinlich nur für Leute interessant, die sich für‘s Segeln interessieren. Aber für die ein Top-Thema: Energie an Bord. Nach nun gut einem Jahr Erfahrung mit der aktuellen Konfiguration können wir mal die ersten Erkenntnisse festhalten. Insgesamt können wir sagen, dass wir vor Anker oder auch unterwegs vollkommen energieautark sind. Das heisst für uns, dass wir ohne fossile Energie auskommen. Die Hauptverbraucher sind: ein Kühlschrank mit zwei Schubladen, ein Tiefkühler mit einer Schublade. Beide (der Tiefkühler nur während ein paar Wochen zu Testzwecken) in permanentem Betrieb, der Induktionsherd plus elektrischer Backofen täglich, alle paar Tage die Waschmaschine, fast täglich 45 Minuten Boilerbetrieb für Heisswasser, regelmässig der Watermaker, der Tauchkompressor ab und zu, das Ladegerät für die Aussenborderbatterie hie und da und natürlich dauernd iphones, ipads und PC laden. Dazu die Navigationsinstrumente und AIS, die wir in der Regel nicht ausschalten. 
All diese Verbraucher hängen an den 800 Ah Lithium-Batterien, die durch die knapp 1200 W Solarpanele immer wieder gut oder maximal gefüllt werden.

Der Generator kam bisher nur zum Einsatz, wenn wir ihn (wie auch die Heizung und die Klimaanlage) routinemässig einmal im Monat in Betrieb nehmen, damit er nicht aus der Übung kommt. 

Zwar hatten wir noch keine lange Überfahrt, haben aber den Watt&Sea Hydrogen schon mal getestet und für ausreichend befunden, um im Falle unzureichender Sonneneinstrahlung auch während einer Überfahrt genügend Energie zu haben. Dann ist ja ein Autopilot im Dauereinsatz und frisst Energie, da wir auf eine mechanische Windsteuerung wir auf der ‚September‘ verzichtet haben.  Was wir im Gegensatz zur ‚September‘ auch nicht mehr haben, ist ein Windgenerator. Schade eigentlich, aber solange wir ohne auskommen, lassen wir das mal. Könnte ja noch nachgerüstet werden. 
Fazit: Wir sind begeistert, dass wir derart unabhängig sind. Allerdings scheinen wir diesbezüglich etwas andere Bedürfnisse zu haben als einige andere Besitzer des gleichen Bootes. In einer online Owner‘s Group wird eher diskutiert, wie man die Lichtmaschine am Motor verstärken könne, um genügend Energie zu bekommen. Der Fokus scheint da weniger auf dem Segeln als auf dem Motoren zu sein. Nun gut. 
Was mangels hoher Temperaturen einzig noch nicht seriös getestet wurde, ist die Klimaanlage. Diese erfordert aber zwingend den Einsatz des Generators (oder ist zumindest so konfiguriert). So kommt er dann vielleicht doch noch mal zum Zug und wir können dann das globale Klima erwärmen, um unser Schiffsklima zu kühlen. Aber bis dahin versuchen wir, so renewable wie möglich unsere diversen Gerätschaften (habe ich den Eismacher erwähnt?) einzusetzen. 
So, soviel zur Energie. 
Demnächst gibt es evtl wieder einmal etwas von einem Besucher zu berichten. Übermorgen kommt Freund Thiemy an Bord. Anfänglich aber erst mal zum Wandern, was hier auf Gran Canaria sehr schön sein soll. 
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Klaus Tischhauser

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