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Amsterdam – wieder Tritt gefasst

Irgendwie sind wir der Iraila ja dankbar, dass sie das Unaussprechliche ausgesprochen hat. Wir sind mittlerweile in Amsterdam angekommen und dürfen vermelden, dass Sonja und Roli nach ein paar sehr schönen gemeinsamen Tagen fast unversehrt wieder von Bord gegangen sind. Es ist vielleicht der ungenügenden Sicherheitseinweisung zuzuschreiben, dass es nicht ganz zum Vollerfolg gereicht hat. Nächstes Mal weisen wir darauf hin, dass man sich an einem heissen Wasserkessel die Finger verbrennen kann 😉

Bevor die beiden an Bord kamen und z.T. schon ausserhalb des Bermudadreiecks des Nordens ging es noch etwas weiter mit den drolligen Ereignissen. Erst stieg uns am hellichten Tag ein junger Mann ins Cockpit. Als er lautstark vertrieben wurde, stammelte er nur was von Fotos machen. Wer‘s glaubt. Später stellten wir fest, dass er es auf die wohl allzu offen herumliegenden Drogen abgesehen hatte: ein Paket Zigaretten und ein Feuerzeug waren weg. Gut für die  Bordgesundheit, aber schon etwas dreist.
Auf der Fahrt zum Flughafen machten wir einen kleinen Zwischenhalt an einem Hafen am Ijsselmeer. Da mussten wir schon zwei Herren auf einem Trimaran beim Anlegen helfen. Und wieder verlangte Neptun seinen Tribut. Diesmal in Form einer Lesebrille, die sich beim Bücken verabschiedete. Immerhin war hier für Ersatz ohne Backup-Probleme schnell gesorgt. Es schienen aber irgendwie immer noch bad vibes von uns auszugehen, so dass der eine Segler beim selben Anlegeversuch auch noch baden ging. Boat Fail halt. Aber man sieht, die Ereignisse wurden immer kleiner, wenn auch nicht weniger ärgerlich. Den bisherigen Abschluss bildeten zwei wüste Sauereien, die der Borddrinkmixer mittels sozusagen explodierendem Shaker hinkriegte. Aber seither ist Ruhe eingekehrt. Wir tanken langsam wieder Selbstvertrauen.

Noch ein paar Worte zum Trip mit unseren Freunden Sonja und Roli:
Auf der Fahrt vom Flughafen Schipol nach Leeuwarden lag der Ort Hoorn am Weg (und am Ijsselmeer). Dieser Ort gab dem berüchtigten Kap Hoorn seinen Namen. Der Ort ist sehr nett und bleibt uns auch wegen des Nachtessens im historischen Turm in Erinnerung.
Der Hafen von Hoorn
Der Hafen von Hoorn

In Leeuwarden dann Dinghy-Fahrt durch die Grachten. Alles bei Sonnenschein, den die beiden zum Glück mitgebracht hatten.

Wir fuhren der Staande Mast Route entlang weiter nach Sneek.
Bummel durch die ruhige Stadt, netter Liegeplatz, Nachtessen solala.
Darauf folgte der erste Segeltag mit kreuzen auf dem Ijsselmeer mit Ziel Hindeloopen. Wahrscheinlich der Liebling der Herzen. Total pitoresk, nicht touristisch. Unmittelbar neben dem Anleger im alten Hafen eine gehobene Beiz. Perfekt!
Dann die Fahrt übers Ijsselmeer nach Den Oever, das etwas südlich des (bei Seglern) bekannteren Den Helder liegt. Ziemlich tot. Aber immerhin ein offenes Lokal mit sehr frischem Fisch.
Dann Abstecher auf die Ferieninsel Texel mir Tandemfahrt an den Strand an der Nordseeküste. Füsse im Meer. Brrrr!
Schliesslich Nordseesegeln mit idealem Wind und der Strömung nach Ijmuiden und dann von dort den Fluss Ij hoch nach Amsterdam.
Hier liegen wir nun im Sixhaven, der über dem Fluss hinter dem Bahnhof liegt. Sehr grün, idyllisch und mit der Fähre sehr stadtnah. Fabelhaft!
Amsterdam ist schon verrückt. Alleine die Fahrradkultur hier (wie auch im Rest von NL) ist einfach der Wahnsinn.
Morgen soll nun die Kurzwelleninstallation abgeschlossen werden und ein Paket mit einem Ersatzdisplay für die Energiesteuerung geliefert werden. Mal sehen, ob das klappt.
Klaus Tischhauser
Klaus Tischhauser

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